Das elektrische Fahrtenbuch

Tesla: Neukunden müssen für Strom zahlen

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Dass Tesla-Besitzer ihre Elektroautos an den konzerneigenen Supercharger-Ladestationen gratis aufladen konnten, war bisher ein Verkaufsargument und eine Rechtfertigung für den relativ hohen Preis der Fahrzeuge. Zumindest Neukunden werden aber bald fürs Laden bezahlen müssen.

Supercharger: Teslafahrer können gratis Strom laden – bisher.

 

 

Teslas Netz von 4600 Supercharger-Ladesäulen wird für Neukunden, die ihren Wagen nach dem 1. Januar 2017 bestellen, nicht mehr grundsätzlich kostenlos sein. Sie sollen aber pro Jahr 400 Kilowattstunden gratis laden können – ausreichend für etwa 1600 Kilometer, wie der Elektroauto-Hersteller mitteilte.

Danach werde „eine kleine Gebühr“ fällig, deren Höhe Tesla noch bekannt geben will. Sie werde kleiner sein als der Preis einer Tankfüllung für einen vergleichbaren Wagen mit Verbrennungsmotor. Für bisherige Kunden sollen die schnellen Ladestationen weiterhin komplett kostenlos bleiben.

Eine sogenannte Supercharger-Anbindung soll auf der Langstrecke ein schnelleres Aufladen an speziellen Stationen ermöglichen. Beim Model S wird dort die Batterie binnen 30 Minuten zu 80 Prozent geladen. Wie lange es beim neuen Model 3 dauert, steht noch nicht fest. Laut Tesla-Angaben gab es Mitte des Jahres europaweit 200 Stationen, in Deutschland 53 Stationen direkt an der Autobahn. Das Netz solle aber weiter ausgebaut werden, wie eine Unterehmenssprecherin im April ankündigte.

Käufer eines Tesla vom Typ Model S (Bild) beziehen Strom von Tesla künftig nicht mehr umsonst.

 

Die Gratisnutzung der vor vier Jahren eingeführten Supercharger war bisher ein Verkaufsargument von Tesla. Sie sind grundsätzlich für fernreisende Tesla-Kunden gedacht, aber das Unternehmen tolerierte es bisher, wenn auch Anwohner ihre Autos dort aufluden. Inzwischen bildeten sich aber häufig Schlangen an den Stationen.

Tesla investiert gerade massiv in die Produktion seines für Ende 2017 angekündigten, günstigeren Wagens Model 3 und rechnet daher für die nächste Zeit mit roten Zahlen.

Mit Material von dpa

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