Flieg kleine Schwalbe, flieg!


Optisch nah am Original: die E-Schwalbe

Sie war ein Stück Freiheit aus Blech im ehemaligen Osten unserer Republik: die Schwalbe vom Hersteller Simson aus Thüringen. Doch nach der Maueröffnung wollte den Zweitakter  niemand mehr haben. Sie wurde verschenkt und vergessen. Nur langsam, 20 Jahre später, erlangt der Blechroller Kultstatus. Zeit für einen Aufguss der Schwalbe, dachte sich Thomas Martin, Geschäftsführer der EFW-Suhl GmbH.Schon vor der Entwicklung stand fest: Sie soll wieder am alten Standort gebaut werden, in Suhl. Auch zeitgemäß sollte sie sein, mit einem Elektromotor als Antrieb. Und praktisch für die Stadt. Aber: Nicht jeder kann ein Ladekabel aus dem Fenster im 4. Stock auf die Straße legen. Also musste eine andere Lösung her. Wenn der Strom nicht zum Roller kommt, muss der Roller zum Strom. In diesem Fall der Akku. So entwickelten die Techniker ein mobiles Kraftpaket, das man zur Ladung in die Wohnung bringen kann. Das Gewicht ist tragbar: Unter zehn Kilo soll der Akku wiegen und voll gelanden zwischen 50 und rund 220 Kilometer (mit Akkuerweiterung) reichen. Die ersten Schwalben sollen ab Mai 2011 in Suhl ausfliegen. Der Preis: etwa 3500 Euro. Der Clou: Zusätzlich gibt es ein Gratis-Kontingent Öko-Strom. Damit kommt man etwa 2000 Kilometer weit. Mehr zur E-Schwalbe hier.

3 Antworten zu “Flieg kleine Schwalbe, flieg!

  1. Pingback: electrive.net » EFW-Suhl bringt Elektro-Schwalbe auf die Straße

  2. Die Sschwalbe ist hier in Hamburg fast an jeder Straßenecke zu sehen. Wie man feststellen kann, scheint sie immer noch gerne zu fliegen.
    Jetzt eine regionale Produktion in Suhl aufzubauen und gleich in die Zukunft zu investieren ist sehr gut. Mit den E- Rollern gibt es ja schon einige gute und weniger gute Erfahrungen. Ein transportables Kraftpaket für 200 km ist nicht von schlechten Eltern. Es wäre schön, wenn es bald mal einen Testbericht geben würde. Ich denke mir, dass hier der Hersteller nicht zu viel versprochen hat, weil es sehr gefährlich wäre im Zweirad Bereich falsche Hoffnungen zu wecken.
    Die Zweiräder haben es schon aus saisonalen Gründen schwer am Markt und ein Produktionsstandort in Suhl ist wohl mehr als gefährdet, wenn der zukünftige Kunde das Fahrzeug zurück gibt, weil er schlechtere Ergebnisse erreicht, als der Hersteller angegeben hat.
    Die Risikobereitschaft kleiner Unternehmen ist wirklich zu bewundern. Besonders deren Fähigkeiten, die E- Technologie so einzubinden, dass sich in wichtigen Funktionsbereichen wie den Akkus etwas weiter entwickelt.
    Ob die Ideen dabei einfach oder schwierig umzusetzen sind ist Nebensache.
    Jede kleine Vorwärtsentwicklung treibt die gesamte E- Technologie voran.
    Ich wünsche dem Hersteller gutes Gelingen.

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