Hätte, hätte, Fahrradkette …


Zum Einlesen in die Thematik gut geeignet

Das Buch „E-Bikes und Pedelecs“: Ideal zum Einlesen in die Thematik

Würde die Bundesregierung E-Bikes und Pedelecs mitzählen, wäre die angestrebte Zahl für 2020 von einer Million Elektrofahrzeugen schon im letzten Jahr erreicht worden. Laut Zweirad-Industrie-Verband ZIV sind davon allerdings 95 Prozent Pedelecs, also rechtlich gesehen Fahrräder. Trotzdem: Der Trend zum elektrifizierten Fortbewegungsmittel ist unübersehbar.

Immer mehr Menschen beschäftigt der Gedanke, sich ein E-Bike oder Pedelec anzuschaffen. Allein im Jahr 2012 haben sich rund 400.000 Menschen ein Elektrorad zugelegt. Tendenz steigend. Dass die Kunden inzwischen auf E-Räder abfahren, hat, wie bei allen Erfolgs-Artikeln, jedoch eine Schattenseite. Das Angebot wird schier unüberschaubar. Der Kaufwillige fragt sich: Welches Elektrofahrrad ist das richtige? Was muss es können? Was darf es kosten? Wo kaufe ich es am besten?

Gut, dass dieser Tage ein Buch neu aufgelegt wird, das Orientierung beim Thema schafft. Für 22,99 Euro ist der Titel „E-Bikes und Pedelecs – Technik, Typen, Kaufberatung“ im Bruckmann Verlag erhältlich. Die Autoren Peter Grett, Hannes Neupert und Werner Köstle haben mit ihrem Werk eine Art Bibel zusammengestellt, die kaum eine Frage unbeantwortet lässt. Wer also nicht einfach in den nächstbesten Laden gehen, sondern sich erst einmal schlau machen will, sollte die Investition nicht scheuen. Angesichts der Preise von rund 2500 Euro für ein qualitativ hochwertiges Pedelec eine vernachlässigbare Summe.

Pedelec Test ADAC 2013Um ganz sicher zu gehen beim Kauf eines E-Rads, reicht das Buch allerdings nicht aus. Die Tücke steckt nämlich im Detail. Das zeigt der aktuelle Pedelec-Test des ADAC. Der Test von ADAC und Stiftung Warentest brachte teils eklatante Sicherheitsmängel ans Tageslicht: Die Elektro-Fahrräder der Hersteller Leviatec, Kreidler, KTM, Sinus, Flyer, Top Velo, Fischer, Victoria und Raleigh fielen bei der Untersuchung glatt durch – gleich neun Mal lautete das vernichtende ADAC Urteil „mangelhaft“!

Bei fünf Rädern brachen im ADAC Belastungstest Rahmen, Lenker oder die Aufnahmen für die Hinterachse, drei Modelle wurden wegen mangelhafter Bremsen abgewertet. Ein Pedelec (Raleigh/Impulse iR HS) sendete so starke elektromagnetische Wellen aus, dass dadurch sogar die Funkdienste von Polizei, Feuerwehr und Rettung massiv gestört werden können. Auch dafür gab es das Urteil „mangelhaft“. Die Modelle von Pegasus und Kalkhoff überschritten den elektromagnetischen Grenzwert zwar ebenfalls geringfügig, dennoch erhielten sie die Testnote „ausreichend“. Für „gut“ befunden wurden nur zwei der sechzehn getesteten Pedelcs.

6 Antworten zu “Hätte, hätte, Fahrradkette …

  1. Ich finde E-Bikes sehr gefährlich, da ich schon miterlebt habe, wie sich eine ältere Person durch einen Sturz schwer verletzt hat. Vielleicht sollte man die Leute mehr zu den E-Bikes aufklären und Aufkleber anbringen mit den nötigsten Infos.

  2. Der TEST von Stiftung Warentest/ADAC – ExtraEnergy urteilt darueber mangelhaft !!!
    Leider stand Panikmache statt konkretisierter Anforderungen an die Produkte im Vordergrund. ExtraEnergy beurteilt den Test als „mangelhaft“. In Sachen Transparenz müssen Stiftung Warentest und ADAC besser werden.

    Insgesamt 9 von 16 Pedelecs im Test der Stiftung Warentest und ADAC 06/2013 erhielten das Testurteil „mangelhaft“.

    ExtraEnergy begrüsst als Verbraucherschutzverband hohe Anforderungen an die Sicherheit im Sinne des Verbraucherschutzes. Der Verein setzt sich dafür seit 21 Jahren ein. Nicht nachvollziehbar ist jedoch die Testmethodik, die weder Lesern noch Herstellern öffentlich zugänglich gemacht wurde. Bei der Relevanz und Tragweite dieses Tests wäre die zeitgleiche Publikation der Testmethodik jedoch sehr wichtig. Ein Dokument mit allen Details als Download zur Verfügung zu stellen, sollte in Zeiten des Internets kein Problem sein.

    Inwieweit wurden die Prüfmethodik von Autolobbyist ADAC beeinflusst?
    Der erste Pedelec Test des ADAC wurde im Dezember 2009 von Prüfern des ADAC gemeinsam mit Prüfern von ExtraEnergy und ExtraEnergy Testtechnik in Tanna durchgeführt. Die Ergebnisse haben sie, wie bei den Tests von ExtraEnergy üblich, an den Kundenwünschen im Markt orientiert, siehe:

    >> Wünsche Messen – Die QFD Methode im ExtraEnergy Test

    Die Ergebnisse waren durchaus positiv. So auch der vom ADAC publizierte Tenor. Doch es scheint, dass seitdem die ADAC Führung erkannt hat, dass das Pedelec ein echter Wettbewerber für den Autoverkehr ist. Ist das Pedelec nicht mehr der nette Exot, über den man mal nett berichten kann? Jetzt dominieren Berichte, die die Gefahren hervorheben. Wenn der ADAC genauso kritisch über Autos berichten würde, dann müsste er jedes Jahr einen Test über Crashtests bei 100 km/h gegen einen Baum publizieren und bei der Autoindustrie anmahnen, dass es immer noch kein Auto auf dem Markt gibt, mit dem man das überleben kann.

    >> Der ADAC zum Pedelec Test bei ExtraEnergy

    Kundenwünsche ignoriert – Rücktrittbremse negativ bewertet
    Die Überprüfung, ob Hersteller Normen einhalten, ist grundsätzlich wichtig. Aber Achtung nicht alle Normen sind auch sinnvoll – es wird bei mehreren Produkten bemängelt, dass altertümliche Seitenläuferdynamos verbaut sind. Diese wurden nur verbaut weil es der Gesetzgeber in Deutschland so vorschreibt! Hier werden also Hersteller dafür kritisiert, dass sie die Gesetze befolgen.

    ExtraEnergy ist grundsätzlich gegen Dynoamopflicht, jedoch für Wahlfreiheit der Energiequelle. Dafür Pflicht zur Tagfahrlicht-Funktion vorn und hinten. Siehe:

    >> Wunschgesetzgebung zu Pedelecs

    ExtraEnergy hat daher 2012 beschlossen, sich bei den Tests nicht mehr mit der Überprüfung der Gesetzeskonformität zu beschäftigen sondern sich ausschließlich mit der Kundenwunscherfüllung bei den Tests zu befassen. Also etwas, was die Stiftung Warentest und der ADAC bei ihrem Test vor lauter Normen vernachlässigt haben. Auch wurden nach Ansicht von ExtraEnergy tendenziöse Aussagen gemacht wie die Kritik im Falle einer vorhandenen Rücktrittbremse – diese ist für manche Zielgruppen eine Mindestanforderung und andere Zielgruppen empfinden Sie als störend. Aber es war eben noch nie möglich ein Produkt herzustellen, welches die Wünsche aller Zielgruppen gleichzeitig erfüllt. Daher fühlt sich ExtraEnergy bestärkt in dem eingeschlagenen Weg und überlässt das Feld der Überprüfung der sklavischen Gesetzes-Konformität Instituten wie der Stitftung Warentest und dem ADAC. Und den staatlichen Aufsichtsbehörden, deren Aufgabe dies eigentlich ist.

    weiter siehe Link:
    http://extraenergy.org/main.php?language=de&category=information&subcateg=&id=35318

  3. Überlasst die Beurteilung und Berichterstattung über die Elektifizierung von Fahrrädern doch besser dem ADFC.
    Der ADAC sollte sich eher um die E-Moilität der Automobile kümmern…und das bitte mit mehr Herzblut!!!!

  4. Pingback: EBike | Pedelec Boom in Deutschland | eMobility

  5. onlyelectrodriver

    Auch wir fahren zuhause Pedelec aber ich finde es irgendwie seltsam
    das hier Werbung für ADAC , Pedelectests und Kaufberatungsbuch
    veröffentlicht wird . “ NO GO “ Ich möchte hier über Elektroautos informiert werden . Siehe auch Ihren eigenen Text „Dieser ADAC-Blog lädt ein, über das Auto von morgen zu diskutieren ….. „

  6. Pingback: electrive.net » Nachteilsausgleich, Paragon, Fraunhofer ISI, Sixt, Kassel.

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