Das Wunder von Berlin – die Rekordfahrt von DBM und Lekker Energie mit einem Elektroauto


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Spektakulärer Rekord: Motorwelt-Redakteur Wolfgang Rudschies begleitete die nächtliche Fahrt eines Audi A2 mit Elektromotor – die weltweit bislang längste Tour eines E-Mobils ohne Ladepause.

Mit einem Elektroauto – ohne die Akkus nachzuladen – von München nach Berlin zu fahren, galt bislang als unmöglich. Immerhin wären das rund 600 Kilometer. Und so mussten wir uns nicht zweimal bitten lassen, diesen Rekordversuch als Augenzeuge zu begleiten. Eingeladen hatte die Berliner Technologieunternehmen DBM und „Lekker Energie“.

Im Vorfeld wird mitgeteilt: Wir starten in München am Montagabend. Das Auto ist ein normaler Mittelklassewagen, mit allen üblichen Sicherheits- und Komfortfunktionen. Mit einer ordentlichen Zulassung und Platz für vier Personen. Wir können zwar nicht im Elektroauto mitfahren, aber in einem Begleitfahrzeug.

20.15 Uhr Nach langem Suchen erreiche ich das THW-Gelände in München, gleich hinter dem Forschungszentrum von BMW. Soll die Rekordfahrt etwa mit einem BMW stattfinden? Als sich ein Werkstatt-Tor öffnet, kommt ein Audi A2 zum Vorschein. Das also ist er, der Wagen mit der sagenhaften Reichweite. Am Steuer sitzt Mirko Hannemann, Chef der Firma DBM Energy. Hannemann, obwohl noch sehr jung, hat die Batterien im A2 entwickelt. Typ: Lithium-Eisen-Polymer. Für Gabelstapler werden die schon längst von DBM produziert. Sie gelten als sehr leistungsfähig und auch als bezahlbar. Hannemann hat nichts anderes gemacht, als diese Technologie auf den Pkw zu übertragen. Wieso – so stellt sich mir die Frage – haben nicht die namhaften deutschen Forschungsinstitute oder die Industrie längst eine solche Batterie entwickelt? Doch wohl kaum, um sich jetzt von diesem vermeintlichen Nobody vorführen zu lassen.

20.30 Uhr Ministerialrat Dr. Goerdeler vom Bundeswirtschaftsministerium drückt den symbolischen Startknopf. Er war es, der den Kontakt zu Hannemann aufgebaut hat. Und der die Förderung des Projektes initiierte. 275.000 € hat DBM aus dem Konjunkturpaket der Bundesregierung für die Entwicklung bekommen. 500.000 € beträgt das vom Ministerium veranschlagte Gesamtbudget. Als weiterer Geldgeber und Projekt-Partner sitzt die Lekker Energie, ein kleiner regionaler Stromanbieter, mit im Boot. Der A2 rollt vom Gelände. Ein Tross von vier Begleitfahrzeugen hinterher. In einem kleinen Bus wir Pressevertreter. In einem Dienst-Mercedes der Ministerialbeamte. Bevor es auf die Autobahn geht, drehen wir noch eine kleine Schleife durch die Stadt. Abends und nachts zu fahren, hat verkehrstechnische Vorteile. Es ist nicht viel los auf den Straßen. Nachteil für den Rekordversuch: Das Fahrlicht benötigt Strom und der kommt aus der Batterie. Das allein dürfte die Reichweite einschränken. Außerdem ist es kalt, etwa 2°C. Das ist gemeinhin besonders schlecht für die Leistungsfähigkeit einer Batterie. Merkwürdig: Der Notar zur Beglaubigung der Rekordfahrt hat abgesagt. Die Vertreter aus dem Bundeswirtschaftsministerium müssen als Leumund reichen. Auf der Autobahn könnte der A2 160 km/h fahren. Das will Hannemann aber nicht. Der will in dieser Nacht einen Weltrekord für Elektroautos aufstellen. Also fährt er nur 80 bis 90 km/h. Ob er auch die Heizung kalt lässt? Wir wissen es nicht.

21.35 Uhr Gerade eine Stunde sind wir jetzt gefahren – und stecken schon im Stau. Ein Unfall. Das eine von zwei THW-Fahrzeugen schaltet das Blaulicht ein, schwenkt auf die Standspur, der Elektroauto-Konvoi hinterher. Abfahrt Allershausen A9. Umleitung über kleine Ortschaften. Aufham, Oberthann. Es läuft gut. Die Blaulichter lassen wir links liegen.

22.05 Uhr Wir sind jetzt 90 Kilometer gefahren.

22.20 Uhr Wir passieren Ingolstadt. Bergauf wird das Elektroauto voraus langsamer. Das Tempo fällt unter 70 km/h, bergab nehmen wir wieder mehr Fahrt auf. Schneller als 100 km/h aber kaum.

23.10 Uhr Noch 5 km bis zum Rasthof Nürnberg Feucht. Km-Stand: 178. Schilder beziffern die Entfernung zur nächsten Tankstelle. Schilder zur nächsten E-Säule gibt es freilich noch nicht. Für wen auch? „Unser“ A2 da vorn ist eine absolute Rarität.

23.20 Uhr Wir biegen auf die Autobahn ab Richtung Berlin. Immer wieder ziehen Lkw an uns vorbei. Die sind schneller.

23.25 Uhr Die 200 Kilometer sind erreicht. Das schafft bisher nur ein Tesla.

0.00 Uhr 248 Kilometer liegen hinter uns

0.05 Uhr Eine Polizeistreife scheint sich für den Konvoi zu interessieren. Zieht aber bald davon. Kurz darauf kassiert der A2 gleich zwei Lkw. Langsamfahrer machen sich verdächtig.

00.38 Uhr Herr Reckermann, PR-Mann dieser Demonstrationsfahrt, zeigt drei Finger hoch. 300 Kilometer sind vollbracht.

00.55 Uhr Zwischenstopp bei Kilometerstand 323. Nicht zum Aufladen, sondern zum Fotografieren. Eine erste Bestmarke sei damit gesetzt, heißt es. Wo die Zahl herkommt? Ist im Moment doch egal, weiter geht’s nach einer kurzen Pause.

01.30 Uhr Re-Start. „Wir wollen nach Berlin, Berlin“

02.10 Uhr Der Elektro-A2 läuft und läuft und läuft. Genauso schnell (oder so langsam) wie zuvor.

02.15 Uhr Tempoerlebnis: Wir sind schneller als die Deutsche Post, überholen zwei Paket-Laster.

02.21 Uhr Die Deutsche Post schlägt zurück.

02.22 Uhr Der Elektro-Konvoi läuft auf einen Schwertransport auf. Es ist das erste Mal, dass der A2 auf der BAB bremsen muss.

02.35 Uhr Zum x-ten Mal fühlt sich ein Lkw-Fahrer von der ungewöhnlich langsamen Pkw-Kolonne behindert und betätigt die Lichthupe. Wo sollte auch sein Verständnis herkommen. Er weiß ja von nichts. Morgen wird er’s vielleicht in der Zeitung lesen.

02.41 Uhr Sage und schreibe 426 Kilometer liegen hinter uns.

02.54 Uhr Schild: Berlin noch 174 km. Ob der Akku tatsächlich bis dahin reicht?

03.10 Uhr Unser Pressebus setzt sich vom Konvoi ab, fährt zügig voraus.

03.20 Uhr Vom A2 keine Spur mehr. Er liegt meilenweit zurück. Ein Trick? Das Auto ist doch wohl nicht unbeobachtet beim Nachladen? Bis Berlin sind es noch 130 Kilometer.

03.50 Uhr Der Pressebus hat sich zurückfallen lassen. Jetzt ist der Konvoi wieder komplett. Der A2 läuft und läuft. Bis Berlin noch 100 km.

04.00 Uhr An einer Steigung wird der A2 erschreckend langsam. Ist es jetzt aus und vorbei?

04.15 Uhr Es geht noch voran. Das Elektro-Auto kann sogar normales Tempo aufnehmen. Immer zwischen 80 und 90 km/h. In einer halben Stunde könnte Berlin erreicht sein. Ja, will der A2 denn nie schlapp machen?

04.45 Uhr Der Pressebus setzt sich erneut ab, soll das Elektroauto im vorbereiteten Ziel gebührend in Empfang nehmen. Es wartet ein „großer Bahnhof“.

04.55 Uhr Alles wartet.

05.00 Uhr Alles wartet. Wo bleibt der A2?

05.10 Uhr Erklärung: Der A2 ist vorbeigefahren, um noch ein paar Kilometer zu machen.

05.20 Uhr Der elektrische A2 läuft ins Ziel. Blitzlichtgewitter. Jubel. Applaus. Gesamte zurückgelegte Reichweite: 605 Kilometer. Restkapazität der Batterie: 10 Prozent. Es wäre demnach noch ein bisschen mehr gegangen. Hannemann dankt seinem 50-köpfigen Team, das es geschafft hat, den Elektro-A2 in nur sechs Wochen aufzubauen. Fast rund um die Uhr habe die Mannschaft geschuftet.

08.00 Uhr Empfang im Bundeswirtschaftsministerium. Minister Rainer Brüderle spricht vom Durchbruch in der Elektromobilität. Und davon, dass die Batterietechnologie von DBM jetzt möglichst schnell in die Serienfertigung gehen müsse. Hannemann erklärt, dass er über die Produktion und Lieferung der Akkus mit den großen Autoherstellern Gespräche führe. Ergebnis? Offen. Für mich steht fest: Wir bleiben am Thema dran.

Technische Daten Audi A2 von DBM*
* mit Vorbehalt

Leergewicht (incl. Fahrer) 1260 kg
Zul. Gesamtgewicht 1600 kg
Batterie Lithium-Eisen-Polymer (260 Ah/380 V) Zellspannung 3,8 Volt
Batteriegewicht ca. 300 kg
Ladezeit netzbedingt ca. 4 Stunden bei Drehstrom im Haushalt (380V)
batteriebedingt 6 Minuten (Zukunftslösung)
Ladezyklen Lebenszeit 2500 (ohne Kapazitätsverlust)
= Lebensdauer erreichbares Ziel: 500000 Kilometer
Höchstgeschwindigkeit 160 km/h
Getriebe sequentiell 5-Gang (Renngetriebe: Schalten ohne zu kuppeln)
E-Motor 300 Nm Drehmoment

29 Antworten zu “Das Wunder von Berlin – die Rekordfahrt von DBM und Lekker Energie mit einem Elektroauto

  1. Bei dem Wirkungsgrad von 99% könnte man wohl sofort alle Pumpspeicheranlagen stilllegen, geschweige denn neue bauen.

  2. Wenn die ersten bezahlbaren Elektro-Autos in einigen Jahren bei den Händlern stehen, dürfte sich Ernüchterung breit machen. Die Chefs der Energiekonzerne reiben sich sicher heute schon die Hände. Bis dahin sind nämlich auch die Strompreise um weitere 100% gestiegen.

    BMW hat doch schon mit Wasserstoff seine Motoren getestet, warum wird das nicht weiter verbessert, die günstigere Herstellung von Wasserstoff genauso, wie die Motoren. Das wäre mal ein Fortschritt.

    • Die Strompreise werden nicht um 100% steigen, zumindest nicht wenn wir den Ausbau der regenerativen Stromerzeugung vorantreiben.
      Die derzeitigen Erhöhungen des Strompreises sind Investitionen in der Technik geschuldet, diese Kosten werden aber voraussichtlich ab 2016 wieder rückläufig sein.
      Durch den Ausbau der kostenlos verfügbaren Energieträger Sonne, Wind und Wasser er Effekt, werden wir uns immer mehr von den teurer werdenden Energieträger wie Öl, Kohle, Gas und Uran unabhängig machen.
      Die Energieträger sind schlicht unterschiedlich zu bewerten.
      Die endlichen Energieträger sind zwar günstig in der technischen Verwertung, aber die Energieträger selbst werden kontinuierlich teurer, schon allein weil sie immer weniger werden. Zudem befinden wir uns in einer Abhängigkeit zu den Förderländern dieser Energieträger, meist keine demokratischen Länder zu alledem !
      Bei den unendlichen Energieträgern hingegen ist zwar die technische Umsetzung derzeit noch kostenintensiv, zumal wir uns in der Aufbauphase befinden, aber die Energieträger selbst stehen uns kostenlos zur Verfügung. Ich habe jedenfalls noch nie etwas davon gehört das die Sonne oder der Wind teurer geworden ist, beim Öl, Gas und Uran hingegen schon.

      Wasserstoff kann für die Mobilität aus verschiedenen Gründen keine Lösung sein und ist daher in diesem Bereich ein Auslaufmodell.
      Die Herstellung von Wasserstoff ist schlicht zu energieintensiv, dann diesen Wasserstoff auch noch in einem ineffektiven Verbrennungsmotor zu vergeuden ist Energieverschwendung pur.
      Kommen schon beim normalen Benziner gerade mal 8% des ursprünglichen Energiegehalt des Rohöl auf die Straße, dürfte es beim Wasserstoff im Verbrennungsmotor noch deutlich weniger sein was von der Ursprungsenergie auf der Straße ankommt.
      Beim Batterie gestützten Elektroauto kann man hingegen jetzt schon von 70 bis 80% Bewegungsenergie ausgehen wenn man von regenerativ erzeugtem Strom ausgeht und selbst bei der Zugrundelegung des aktuellen dt. Strommix liegt der Wirkungsgrad noch deutlich über 40%.

      Ein weiteres Problem wäre der Aufbau einer Tankinfrastruktur, hier flächendeckend ein Tankstellennetz aufzubauen ist kein Pappenstiel.

      Letztlich bleibt da noch das Problem der Flüchtigkeit von Wasserstoff aus dem Tank, auch hier entstehen hohe Verluste des Energieträgers.

  3. Pingback: E-Auto fährt Weltrekord : Seite 4 : Also wenn dann schon ein "Range-Extender" mit 200 kg rein soll...

  4. Und was mit Ökologie? Akkuentsorgung ist sehr teuer und ökogefährlich. Warum sagt man so wenig darüber?

    • Die Akkus werden in Zukunft sicher nicht entsorgt, sondern nach dem sie defekt sind, dem Recycling zugeführt.

      Bevor das allerdings der Fall ist, werden die Akkus aus den Elektroauto erst mal als stationäre Stromspeicher eingesetzt werden.
      Ist ein Akku für das E-Auto nicht mehr leistungsfähig genug, in der Regel liegt dann noch ein Kapazitätsvermögen von 80 % vor, hann dieser trotzdem noch einwandfrei weiter verwendet werden.

      Man geht derzeit von einer Zweit-, oder sogar Drittverwertung aus.

      Gefährlich für die Umwelt wäre es nur wenn man die Akkus einfach so weg wirft, da Lithiumakkus aber sehr teuere Rohstoffe beinhalten, wird man das auch an dem Ende ihrer Leistungsfähigkeit sicher nicht tun.

      Selbst dann werden die Akkus nämlich noch einen ansehlichen Schrottwert haben.

  5. Unabhängig von der Leistung dieser Fahrt bleibt doch der Vorgeschmack auf das was noch so alles bei den Speicherkonzepten zu erwarten ist.
    Unter Bezug auf diesen Bericht hat der E- A2 bereits den Tesla in Anwesenheit von Zeugen überholt.
    Mag „lekker Energie“ sich einen Werbevorteil holen, soll doch DBM die Akkus neu konzipiert haben und mehr herausholen können.
    Wichtig ist in jedem Fall, dass noch viel mehr machbar ist, als uns die „Großen“ Hersteller weiß machen wollen.
    Und was die Frage angeht, warum denn nun kleine Firmen etwas schaffen sollen, was die Großen nicht können, so ist diese Frage schnell beantwortet.
    Tesla hat es vorgemacht und GM zeigte vor Jahren schon, dass eben die Kleinen gegenüber den Großen einen gewaltigen Vorteil haben. Während z.B. GM ihre alten Brenner loswerden wollte/ musste und jetzt arg zu kämpfen hat, musste sich Tesla darum nicht kümmern.
    Welche Schwierigkeiten man Tesla dann im nachhinein über die Kreditwirtschaft machte ist ja nun bekannt. Hat aber nicht funktioniert. Tesla produziert immer noch und GM steht ganz hinten mit seinen veralteten Fahrzeugtypen.
    Es ist also grundsätzlich die Interessenlage der Hersteller die eine Technologie vorantreibt oder verhindert.
    Ein absoluter Brüller war am Tag der Rekordfahrt mit dem E- A2 die Meldung von VW über das angebliche 1 Liter Auto, dass eigentlich 1,99 Liter verbraucht.
    In den Medien war eine meldung wert, aber über den E- A2 nicht.
    Wessen Interessen wurden wohl hier schon durch die Medien vertreten.
    Ich zweifel nicht an der rekordfahrt, sondern an dem aufrichtigen Interesse der „Großen“ Hersteller sich auf die neue Technologie zu konzentrieren, weil es ihnen nicht in den Kram passt.
    Die Berichte der Tester zum E- Smart sprechen Bände und weise alle in eine Richtung. Haben wollen und bekommen können (mit entsprechenden Verbesserungen) sind immer noch zwei verscghieden Welten.
    Mal sehen ob Mercedes jetzt etwas schneller schaltet und uns Kunden entgegen kommt. Auch mit Akkus von deutschen Erfindern vor der eigenen Haustür.

  6. Pingback: Erstmals 600km OHNE Aufladung « Elektroroller / Electric Scooter Blog

  7. @ Jürgen Hahn, Pardon es waren natürlich LMPs.
    Ich verstehe nicht, warum die KolibriZellen nicht von einem X-Prize Teilnehmer eingesetzt wurden. Da müht sich das Team LiIon mit einem 1,2 Tonnen schweren Zweisitzer, der kaum Fahrkomfort bietet, an dem Aerodynamisch alles bis ins Detail optimiert wurde ab um etwas mehr als 100 Meilen Reichweite zu erreichen. Und nun fährt ein serienmäßiger A2 mit Kolibri Accus fast die vierfache Strecke. Die Berliner hätten den X-Price haushoch gewinnen müssen. Mit zwei Fahrzeugen hätten sie 7,5 Mio USD in den Kategorien Mainstream und Side-by-Side gewonnen.

  8. Die verwendeten Akkus sind keine LiFePos (Lithium-Eisen-Phosphat), sondern LMP: Lithium-Metall-Polymer. Relativ alte Technologie, neu aufgelegt und nun mit einer höheren Energiedichte als alle anderen (einigermaßen leicht) erhältlichen Lithium-Akkus, hier ein Artikel aus dem Handelsblatt vom Februar 2010: http://www.handelsblatt.com/technologie/forschung/hochleistungsakku-kraftpaket-mit-grosser-ausdauer;2543289;0

  9. Pingback: [AE] DBM Unveils Electric Car That Goes 375 Miles On One 6-Minute Charge - Page 4 - Overclock.net - Overclocking.net

  10. Was wissen wir?

    Ein Audi A2 ist von München nach berlin gefahren. Mit Elektromotor.

    Und sonst?

    Die Akkus können auch 600 kg gewogen haben.

    Was ist in den Zeiten wo der Wagen verschwunden war passiert? Ein 300 kg Akku ist mit 4 Männern in 2 Minuten gewechhselt.

    Oder nachgeladen: der besondere Vorteil der Lithium-Eisen-Polymer-Batterie ist doch die Schnelladefähigkeit. 20 Minuten an der 63 Ampere-Steckdose…?

    Letzte Zweifel an der Unglaubwürdigkeit der kompletten geschichte sollte ein Blick auf die Homepage bringen.

    Hier wird wohl mit Blendereien Fördergeld abkassiert.

  11. Das klingt ja nach einem Quantensprung, aber ich kann es einfach nicht glauben. Unser E-Tracer (Siegerfahrzeug beim X-Prize) braucht bei 90 Km/h 7 KW, der A2 ca. 14 KW. Das klingt plausibel. Unsere Lipos mit 21 KWh wiegen 130 Kg. Angenommen die LiFePo aus dem Audi sind genauso leicht (was ich nicht glauben kann), müssten 98 KWh Accus 585 Kg wiegen. Es war aber nur die Hälfte! LiFePos mit der doppelten Energiedichte von LiPos, nice to have, but not yet. Mit diesen Zellen käme der E-Tracer, der nur ein Drittel des Fahrwiderstands eines zweisitzigen Sportwagens hat 600 Km weit. Gerold. http://www.Peraves.wordpress.com

  12. Ich denke nicht, dass es beim Thema lekker mobil ums Elektroauto an sich geht. Daher erübrigen sich aus meiner Sicht auch viele Detaildiskussionen und kritische Fragen. Es handelt sich um eine Demonstration von Energiespeicher-Technologien – und dies hat eine viel größere Ausstrahlung als nur auf das Thema Elektromobilität.
    Mein Eindruck ist: Es ist ein Fortschritt im Bereich der Energiespeicher, aber entscheidend ist nicht, ob sich die Technologie von Li-Tec oder die von DBM Energy oder von anderen Unternehmen durchsetzen wird. Wichtig ist der Glaube an die technische Möglichkeit und deren Umsetzbarkeit.

    Eine ausführliche Bestandsaufnahme – mit Raum für breite Diskussionen – lesen Sie gerne unter http://www.cleanthinking.de

  13. herfurth.gunar@web.de

    Einfach mal grob nachrechnen. Der A2 hat einen Luftwiderstandsbeiwert von 0,616 (0,28*2,2),die Geschwindigkeit lag bei 22m/s(79,2km/h), Luftdichte 1,29(bei 0°C) damit muss man eine Leistung von ca. 4,3 kW aufwenden. Jetzt noch der Rollwiderstand, Masse 1260kg, Erdbeschleunigung 9,81 und angenommener Rollwiderstandskoeffizient 0,015 und 22m/s ergeben ca. 4,1 kW. In der Summe nur 8,4 kW. Mein Tipp es ist ein 10 kW Motor, dass könnte die schwächen am Berg erklären. Für 600 km bei 80 km/h benötigen wir so 7,5h. Also 63 kWh zum fahren und 1,125 kWh für Licht. Somit sind es 10,7 kWh je 100 km. In der Testfahrt wurden ca. 15 kWh(10% Reserve sind schon abgezogen) verbraucht. Natürlich gibt es viele Faktoren die den Verbrauch in die Höhe treiben aber es ist ja nur eine grobe Abschätzung. Ich glaube es wurde nachgeladen(1h nicht gesehen) und es könnte auch mit LIION oder Lithium Polymer 600 km zu schaffen sein. Glauben heisst aber nicht Wissen.

    NoDCF77

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  15. Gerade dieser Bericht über die angebliche „Rekordfahrt“ lässt mich noch mehr daran zweifeln, dass hier korrekt vorgegangen wurde. DBM sollte hier ganz schnell Beweise nachliefern, sonst steht ihre Glaubwürdigkeit und zugleich noch die des Wirtschaftsministeriums auf dem Spiel.

    Der Bericht liest sich genau so, wie ich es bei einer vorgetäuschten „Rekordfahrt“ erwarten würde.

    Wieso durfte kein neutraler Beobachter mit im Testfahrzeug sitzen?
    Wieso sind die Angaben zum Akku so schwammig?
    Warum erfahren wir nichts über die Leistung des Antriebs (die angegebenen Nm sagen nichts aus)?
    Warum verschwindet das Testfahrzeug zweimal komplett aus dem Sichtbereich der Beobachter?
    Warum gibt es nicht einmal einen schwachen Hinweis auf die Kosten für die angeblich neue Akku-Technologie, wo sie doch angeblich Serien- und Marktreif sein soll?

    Die Geschichte stinkt einfach gewaltig.

  16. Kein Notar, das Fahrzeug verschwindet 2x einfach so. Das riecht doch stark nach Betrug … überhaupt die veröffentlichten Zahlen passen doch überhaupt nicht zusammen. LMP-Batterien sind auch nix Neues und deren Performance ziemlich bekannt…

    @Skarrin: Man darf Batteriezellwerte wie von Panasonic nicht mit denen von kompletten Batteriesystem verwechseln. Da liegen Welten dazwischen.

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  18. Pingback: Peter’s Blog » Blog Archiv » 600 Kilometer ohne Nachladen: E-Auto schafft Reichweiten-Rekord

  19. Schade, das der Notar abgesagt hatte. Warum man aber nicht ersatzweise einen anerkannten Automobilfachmann, beispielsweise den ADAC-Redakteur, mit in das Rekordauto gesetzt hat, werde ich nie verstehen. Eine zweite Person im Auto erhöht die Fahrzeugmasse um 5,8%, das mindert die Reichweite nicht wesentlich, hätte aber mit Sicherheit die Diskussion in allen Foren sehr positiv beeinflusst. Und dann hätte man in Berlin Motorhaube und Türen aufmachen und allen Anwesenden zeigen sollen: Hier stecken die Wunder-Batterien. Dann wäre keine Gelegenheit mehr für Negativ-Diskussion und Vermutungen gewesen und ach den PR-Mann hätte man sich dann sparen können.

  20. Naja der Leipziger Elektro – A2 ist ja auch nicht der erste.
    Die verrückten Engländer waren da wohl schneller.
    http://www.a2-freun.de/forum/showthread.php?t=32999

    • Panasonic stellt schon seit letztem Jahr Zellen mit 250Wh/kg her, für nächstes Jahr sind 275Wh/kg angekündigt.
      Die 330Wh/kg wären also nicht unrealistisch, für eine neue und noch bessere Technologie.

  21. Das riecht förmlich nach einem Fake. Hoffentlich wird es kein PR-Desaster für das Wirtschaftsministerium.
    Der Hersteller Batscap hat ebenfalls eine LMP Batterie entwickelt mit einer Energiedichte von 100 Wh/kg.
    Wenn die Daten von DBM tatsächlich stimmen, dann hat deren Akku eine Energiedichte von 330 Wh/kg. Klingt zu schön um wahr zu sein, lasse mich aber von weiteren Beweisen der Leistungsfähigkeit überzeugen. Bis dahin bleibt das Ganze wie der Titel schon sagt „Ein Wunder“.

  22. Techn. machbar ist das schon seit einiger Zeit – nur ohne potenten Sponsor halt eine extrem teure Angelegenheit (~800 bis 1000 Euro pro KM Reichweite); bei LiPo ist das Volumen und Gewicht ‚im machbaren Rahmen‘.
    Angeblich sind die Akkus bei Nissan (Johnson/Saft ?) und auch bei GM ebenso LiPo’s.

    Das Team Vextrix (bei der Zero-Race – „mit dem E-Mobil in 80 Tagen um die Welt“) faehrt auch mit 450Km Reichweite (auf einem Motorrad – und ohne DBM Kolibri-Hokus-Pokus).
    Einige ‚alte‘ PSA-electriques wurden mittlerweile von NiCa auf LiPo umgeruestet (sofern der Besitzer das noetige Kleingeld locker macht).
    Die 20 alten Akku-Bloecke (ca. 350kg) werden dann durch eine Kiste
    LiPo’s (ca. 75kg) ersetzt … also vom Gewicht (und auch Platz) ist da
    noch ‚Luft‘ fuer mehr !!

    Schade das diese Fahrt wieder (ohne zu hinterfragen) als DEUTSCHE
    Errungenschaft dargestellt wird – denn LiPo’s kommen nun mal (bisher)
    aus ASIEN !!!
    Gaia und LiTec halten sich ja bisher bei den Medien zurueck – auch eWolf
    macht nicht „gross“ mit den verbauten LiTec-Akkus Werbung !

    Info zum A2:
    http://www.evalbum.com/2602
    http://www.le-mobile.de

    Das Auto liegt bei „eMobil typischer Reichweite“ schon bei 50000Euro …

  23. Ein Akku mit 100kWh… beeindruckend. Aber was kostet sowas?

  24. Ist alles mit rechten Dingen zugegangen? ist es plausibel, dass so kleine Firmen bessere Akkus bauen als BMW und Daimler? Schoen wäre es ja.

    • @ eDriver

      nein wenn die technischen Daten stimmen dann schlägt der
      Akku die LiPo Akkus um Längen Energiedichte um den Faktor 2,4 erhöht im
      Vergleich zu Lipos und die Lebensdauer um Faktor 5!!!!
      also das wäre wirklich ein wunder und würde ein Riesen Sprung Bedeuten.
      Wenn man jetzt davon ausgeht das sich der Akku ansonsten wie die bisher
      erhältlichen LiFePO4 verhält dann wäre das echt der Wahnsinn:
      -Keine Brand oder Explosionsgefahr (Prinzipbedingt ausgeschlossen nicht
      wie lipo Akkus)
      – Schnell-ladefähig
      – Unkomplizierte Ladetechnik
      – Gute mechanische Beständigkeit

      Ich hoffe mal das das kein Fake ist ……..

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