Elektrisch mobil mit dem Handy


Zu den Stromladesäulen führt eine App, den Zugang zu den Säulen verschafft man sich per SMS, und die Kosten für die Ladezeit wird dem Kunden mit der nächsten Mobilfunkrechnung abgebucht – auf einem Workshop verriet RWE, was das Unternehmen für die Zukunft des elektrischen Fahrens plant, und hielt einige E-Autos zum Ausprobieren bereit.

Der Renault Fluence fährt rein elektrisch

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Auf dem „1. Journalisten-Workshop Elektromobilität“, zu dem der Energiekonzern RWE nach Essen eingeladen hatte, zeigte das Unternehmen, wie das elektrische Fahren in Zukunft vereinfacht werden kann.

Heute oft der Knackpunkt: Wer als Besitzer oder Fahrer eines Elektroautos keinen Vertrag mit einem der Betreiber von Stromzapfsäulen abgeschlossen hat oder keinem Roamingnetz angehört, dem nutzt es wenig, dass es derzeit fast 1400 Ladepunkte gibt. RWE will hier Abhilfe schaffen und wird ab 2012 den Zugang zu seinen Säulen per SMS anbieten.

Kommt der Kunde zu einer dieser Säulen, kann er einfach eine SMS an die dort angebrachte Telefonnummer schicken. Inhalt: Ladepunktnummer und benötigte Ladezeit. Anschließend wird die Ladesäule freigeschaltet und schon kann der Strom in das E-Mobil fließen. Das Bezahlen per SMS ist über alle Mobilfunkanbieter möglich, der RWE-Partner Vodafone wickelt lediglich die Vorrechnung ab. Die Kosten für die tatsächlich genutzten Ladezeiteinheiten werden dem Kunden automatisch mit seiner nächsten Mobilfunkrechnung abgebucht. Dazu Ingo Alphéus, Vorsitzender der Geschäftsführung der RWE Effizienz GmbH. „Damit räumen wir eine weitere Hürde zur stärkeren Durchdringung der Elektromobilität aus dem Weg. Es reicht nicht zu wissen, wo die nächste Ladesäule steht. Man muss dort auch laden können, ohne darüber nachdenken zu müssen, ob das überhaupt mit dem Bezahlen klappt.“

Smartphone-Besitzer sollen darüber hinaus den Komfort nutzen können, über APPs informiert zu werden, wo die nächste Ladestation steht, die gerade auch frei ist, die dann auf Handybefehl auch gleich reserviert werden kann.

Elektromobilität zum Anfassen: Hier der Batteriepack des Tesla Roadster

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Und wie verteilen sich die unterschiedlichen Lademöglichkeiten in naher Zukunft? Ausgehend von einer Hochrechnung der „Nationalen Plattform Elektromobilität“ wird es 2014 bereits 62.000 Ladepunkte in Privathäusern geben, 250 „Ultraschnell Tankstellen“ ,19.250 öffentliche und halböffentliche Ladepunkte sowie fast 36.000 Zapfstellen an den Arbeitsplätzen der Kunden. Zuversichtlich gibt sich RWE bei der Frage, wie zügig sich Autoindustrie und Stromanbieter auf einen einheitlichen Stecker zum Laden der E-Mobile einigen kann. Zumindest in Europa wird sich wohl eine Lösung durchsetzen – mit Ausnahme von Frankreich, wo man unbedingt ein eigenes Süppchen kochen will.

High Performance: Elektrischer Allrad-Kombi von Brabus

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Am Rand des abendlichen Workshops standen die unterschiedlichsten Elektrofahrzeuge für eine kurze Probefahrt bereit, vom einfachen E-Bike bis hin zum Brabus High Performance 4WD Full Electric (Konzeptauto auf der Basis der Mercedes E-Klasse) mit vier Radnabenmotoren, die insgesamt 320 kW Leistung erzeugen.

Text: Klaus Brieter

Eine Antwort zu “Elektrisch mobil mit dem Handy

  1. Ladepunkte an Privathäusern?

    Sicher nicht dieser RWE-Mumpitz, sondern Strom vom eigenen Hausdach, oder von einem der vier echten Ökostromanbieter.

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