Wüstenrennen mit Strombuggy


(Foto: Strategic Recovery Institute)

Foto: Strategic Recovery Institute

Der EV1 ist ein Wüsten-Buggy mit Elektromotor, der bereits 2011 beim Extrem-Wüstenrennen Baja 1000 mitfuhr. Gleich bei der ersten Teilnahme erreichte der E-Buggy den Sieg in seiner Klasse. 2013 möchte das elektrische Wüstenteam an weiteren Rennen teilnehmen. 

Eine Dreifachkooperation entwickelte den Wüstenrenner EV1: Das kalifornische Non-Profit-Unternehmen namens „Strategic Recovery Institute“ (SRI), der Spezialist für elektrische Antriebe „EV West“ sowie „Strategic Racing Designs“ (SRD), ein erfahrener Hersteller von Offroad-Rennautos. Das derzeitige Rennteam nennt sich „RRI“ und will im März 2013 am SCORE San Felipe 250 sowie im April am NORRA Mexican 1000 teilnehmen.

Etwa 100 Kilometer weit fährt der E-Buggy am Stück, unter Rennbedingungen. Eine mobile Ladestation auf einem Anhänger ermöglicht von Etappe zu Etappe das Aufladen. Ein Dieselgenerator und Solarzellen sorgen für den nötigen Strom. Innerhalb von fünf Stunden ist der Buggy wieder aufgeladen.

Zwei Gleichstrommotoren des Typs Warp 9“ von NetGain Motors treiben den Buggy an. Sie leisten etwa 400 kW und sorgen für das Drehmoment von mehr als 1000 Newtonmeter. Als Energiespeicher dienen zwei Batterie-Einheiten mit jeweils 69 3,3-Volt-Lithium-Ionen-Akkus und einer Gesamtkapazität von 82 Kilowattstunden. Zusammen wiegen sie mehr als 800 Kilo. 2,2 Tonnen wiegt der Buggy insgesamt und erreicht trotz des recht hohen Gewichts die Höchstgeschwindigkeit von 200 Kilometern pro Stunde.

Ideengeber des E-Buggy war der pensionierte Lieutenant General James Pillsbury: Er forderte 2011 Offroad-Rennteams auf, einen rein elektrisch angetriebenen Wüstenrenner für die Teilnahme am Baja-1000-Rennen zu entwickeln.

3 Antworten zu “Wüstenrennen mit Strombuggy

  1. Wie bekommt man den Solarstrom aus der Wüste (ohne Dieselaggregat) zum Elektromotor des Strombuggy ?

    Wie kann man diesen Solarstrom speichern und für den Antrieb des Strombuggy (mit einem Akku) nutzen ?

    Wie kann man dies realisieren wenn keine Steckdose oder 100 KM lange Kabeltrommel zur Verfügung steht ???

    Wie lange gibt es schon einen Energieträger, der diese Anforderungen erfüllt ? ? ? . . .

  2. Nun stelle man sich vor, was passieren würde, so sich die Kapazität der genutzten Akkus verdoppeln würde bei gleichem Gewicht…😉

  3. Schöner Bericht, der das Spass- und Leistungspotential des BEV zeigt. Und so etwas wird für jedermann erschwinglich, wenn wir erst einmal mehr als 100 Millionen BEV weltweit produziert haben. Zum Vergleich: die Kosten der heutigen Autos mit Verbrennungsmotor beruhen auf der Erfahrung von mehr als einer Milliarde hergestellten Autos!

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