Live-Ticker: Elektromobilitäts-Gipfel in Berlin


Die Teilnehmer der ersten Diskussionsrunde (v. li. n. re.): Thilo Koslowski (Gartner), Dr. Dieter Zetsche (Daimler), Moderator Dr. Norbert Lehmann, Michael Dick (Audi), Dr.-Ing. Bernd Bohr (Bosch), Dr. Elmar Degenhart (Continental)

Im Berliner Gasometer fand am Donnerstagabend das ADAC Symposium „Mobilität der Zukunft“ über „Alternative Antriebe“ und „Vernetzung“ statt. An dieser Stelle finden Sie die wichtigsten Zitate und Einschätzungen der hochkarätigen Teilnehmer im Live-Ticker.

+++ 13.05 Uhr: Mit einer zusammenfassenden Rede von ADAC Präsident Peter Meyer endet das Symposium „Mobilität der Zukunft“. Den Text der Rede können Sie in einem gesonderten Blog-Beitrag nachlesen. +++

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12.59 Uhr: Zusammenfassung der zweiten Diskussionsrunde zum Thema „Der Antrieb von morgen: Ideen und Strukturen“:

– Rita Forst, Opel: „Wir brauchen mehr Klarheit der Rahmenbedingungen für den Verkauf von Elektroautos – auch und gerade bei der Förderung.“

– Dr. Ulrich Hackenberg, Volkswagen, kündigt ein Elektromobilitäts-Zentrum in Wolfsburg mit 1500 Mitarbeitern an, um noch einmal zu unterstreichen, wie ernst es VW mit dem Thema meint.

– Prof. Dr. Thomas Weber, Daimler: „Elektromobilität wird kommen, da sind wir ganz sicher. Die Frage ist, wo ist der Markt.“ „Bei allen Problemen – wir müssen aufpassen, dass wir das Thema nicht kaputtdiskutieren. Elektromobilität ist eine Chance, die wir ergreifen müssen.“

– Carlos Tavares, Renault-Nissan: „E-Mobilität ist nicht immer nur eine Frage des Geldes. Oft ist es eine Frage des Tuns und des Mutes.“

– Karl Schlicht, Toyota: „Der große Vorteil eines Plug-in-Hybrids ist, dass wir damit sehr schnell den Massenmarkt erreichen.“

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+++ 12.29 Uhr: Prof. Dr. Thomas Weber: „Die Leitwährung Benzin und Diesel wird langfristig abgelöst von der Elektro-Währung.“ +++

+++ 12.27 Uhr: Prof. Dr. Thomas Weber, Vorstandsmitglied der Daimler AG: „Die Mobilität der Zukunft wird sehr vielfältig sein. Einfach schon deshalb, weil sie auf dem Globus sehr unterschiedlich ausgeprägt ist.“ +++

+++ 12.25 Uhr: Dr. Ulrich Hackenberg: „Bei der Elektromobilität geht es um nicht weniger als die Sicherung des Wirtschaftsstandortes Deutschland.“ +++

+++ 12.24 Uhr: Dr. Ulrich Hackenberg: „Unser Baukasten ist so angelegt, dass wir alle Antriebsarten in jedes Modell bringen können.“ +++

+++ 12.22 Uhr: Dr. Ulrich Hackenberg: „Wir nehmen die Herausforderung sehr ernst. Das sehen Sie schon daran, dass wir unser Brot-und-Butter-Auto, den Golf, elektrifizieren.“ +++

+++ 12.20 Uhr: Dr. Ulrich Hackenberg, Entwicklungs-Vorstand der Volkswagen AG: „Wir geben jährlich 6-7 Milliarden Euro für Entwicklung, Forschung und Verwaltung im Bereich alternative Antriebe aus.“ +++

+++ 12.12 Uhr: Carlos Tavares, Chief Operating Officer bei Renault-Nissan: „Wir sollten uns darauf einigen, dass  das Null-Emissions-Fahrzeug unser gemeinsames Ziel ist.“ +++

+++ 12.04 Uhr: Rita Forst, Mitglied des Vorstands der Adam Opel AG: „Die große Aufgabe wird es sein, Elektromobilität für den Kunden bezahlbar und für uns profitabel zu machen.“ +++

+++ 12.01 Uhr: Karl Schlicht: „2015 bringen wir das Brennstoffzellenauto in Serie.“ +++

+++ 11.59 Uhr: Karl Schlicht: „Hybrid ist weder eine Nischen- noch eine Brückentechnologie. Für uns ist es die Kerntechnologie.“ +++

+++ 11.55 Uhr: Karl Schlicht, Vice President Europe bei Toyota: „Unsere Hybridtechnologie hat das Spiel verändert.“ +++

+++ 11.50 Uhr: Nach einer Pause geht es mit der zweiten Diskussionsrunde zum Thema „Der Antrieb von morgen: Ideen und Strukturen“ weiter. +++

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11.20 Uhr: Zusammenfassung der ersten Diskussionsrunde zum Thema „Das vernetzte Fahrzeug: Intelligente Mobilität“: Die Teilnehmer sind sich einig, dass strategische Partnerschaften bei der Entwicklung des vernetzten Fahrzeuges gefragt sind.

– Dr.-Ing. Bernd Bohr, Bosch: „Was man mit dem Web 3.0 im Fahrzeug machen kann, ist heute noch weitgehend unvorstellbar. Wir lernen auf diesem Gebiet unglaublich viel.“

– Thilo Koslowski, Gartner: „Die Konsumenten sind schon heute bereit, für neue Technologien im Fahrzeug zusätzliches Geld zu bezahlen. Wir schätzen bis zu 2000 Euro.“

– Michael Dick, Audi: „Wir wollen es den Kunden ermöglichen – und tun das auch schon -, dass sie ihre eigenen Daten mit ins Auto nehmen und die Funktionen dann auch sicher nutzen können.“

– Dr. Dieter Zetsche, Daimler: „Hacking von Daten im Fahrzeug ist eine realistische Gefahr. Wir müssen uns mit diesem Thema sehr intensiv auseinandersetzen. Denn wenn wir teilautonomes Fahren anbieten, dann darf niemand von außen z. B. in die Fahrtrichtung eingreifen. Deshalb wollen wir eigene Server, über die alle Anwendungen laufen.“

– Thilo Koslowski, Gartner: „Der Mehrwert, den ein Auto bringen muss, geht in Zukunft deutlich über das Fahren von A nach B hinaus.“

– Michael Dick, Audi: „Die Fahrzeuge werden sich in den nächsten 20 Jahren viel stärker entwickeln, als sie das in den letzten 20 Jahren getan haben.“

– Dr. Elmar Degenhart, Continental: „In Japan wurde gerade ein neues hochleistungsfähiges Verkehrsleitsystem in Betrieb genommen. Wenn wir international mithalten wollen, dann müssen wir jetzt auch auf dem Gebiet richtig Gas geben. Nicht nur beim alternativem Antrieb.“

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+++ 11.04 Uhr: Dr. Dieter Zetsche: „Die Entwicklungszyklen der Internet-Industrie betragen maximal 18 Monate, in der Automobil-Industrie fünf bis acht Jahre. Das muss man erst mal zusammenkriegen.“ +++

+++ 11.01 Uhr: Dr. Dieter Zetsche: „Mobilität hört nicht beim Auto auf, wir müssen bei der Vernetzung des Kunden auch an den öffentlichen Nahverkehr und das Flugzeug denken.“ +++

+++ 10.55 Uhr: Dr. Elmar Degenhart, Vorsitzender des Vorstandes der Continental AG: „Es gibt weltweit eine Million Verkehrstote pro Jahr. Diese Zahl kann das vernetzte Fahrzeug reduzieren.“ +++

+++ 10.50 Uhr: Dr.-Ing. Bernd Bohr: „Web 3.0 heißt: Dinge sprechen mit Dingen – und treffen Entscheidungen. Darin liegen eine Menge Optionen.“ +++

+++ 10.47 Uhr: Dr.-Ing. Bernd Bohr, Vorsitzender des Bereichs Kraftfahrzeugtechnik der Robert Bosch GmbH: „Vernetzung heißt leider auch, dass der Mensch gläsern wird. Trotzdem überwiegen die Vorteile bei Weitem.“ +++

+++ 10.43 Uhr: Michael Dick, Vorstand Technische Entwicklung bei der Audi AG: „Vernetzung der Fahrzeuge sorgt für Luxus – nämlich für den Gewinn von Zeit.“ +++

+++ 10.41 Uhr: Dr. Dieter Zetsche: „Das Internet im Auto muss Restriktionen haben – für die Sicherheit!“ +++

+++ 10.37 Uhr: Dr. Dieter Zetsche: „Wichtig ist für Daimler: Die Vernetzung der Fahrzeuge bietet mehr Sicherheit durch Unterstützung der Assistenzsysteme oder zum Beispiel durch das E-Call-Notrufsystem.“ +++

+++ 10.35 Uhr: Dr. Dieter Zetsche, Vorsitzender des Vorstandes der Daimler AG: „Die Frage iPhone oder Auto stellt sich nicht, wir wollen das Zusammenspiel von beidem.“ +++

+++ 10.33 Uhr: Ergebnis der Gartner Befragung „Was ist wichtiger für Sie – das Auto oder das Internet?“ – Im Alter von 54+ entscheiden sich 86% für das Auto, zwischen 18 und 24 Jahren entscheiden sich nur noch 65% für das Auto. +++

+++ 10.30 Uhr: Thilo Koslowski, Vice President Gartner Inc., zum Thema vernetztes Fahrzeug: „In 15 bis 20 Jahren wird das Auto ein extrem wichtiger Bestandteil unserer digitalen Lebenswelt sein.“ +++

+++ 10.22 Uhr: Prof. Dr. Henning Kagermann: „Wir müssen unbedingt bei der Batterietechnologie aufholen.“ +++

+++ 10.20 Uhr: Prof. Dr. Henning Kagermann, Vorsitzender der Nationalen Plattform Elektromobilität (NPE): „Die Euphorie bezüglich E-Autos hat sich etwas gelegt. Sie haben den Welpenschutz verloren. Trotzdem: In den nächsten zwei Jahren bringt die Industrie 15 neue E-Modelle in den Markt. Eine Einigung in Sachen Stecker ist greifbar. Neues Ziel für 2020 ist nach Auffassung der NPE: 600.000 E-Fahrzeuge in der BRD.“ +++

+++ 10.17 Uhr: „Bei allen Bestrebungen, diese Ziele zu erreichen“, das betont Tajani mehrfach in seiner Rede, „steht der Erhalt der Arbeitsplätze über dem Erreichen der CO2-Ziele.“ +++

+++ 10.13 Uhr: Antonio Tajani: „Das Auto der Zukunft muss effizient sein und sich als Ziel zum Null-Emissionsauto entwickeln.“ +++

+++ 10.10 Uhr: Antonio Tajani: „Wir brauchen die technologische und umweltpolitische Führungsrolle in der Welt. Wir wollen eine grüne Automobilindustrie.“ +++

+++ 10.08 Uhr: Antonio Tajani: „Die Krise in Europa zu überwinden, ist ohne die Autoindustrie nicht möglich.“ +++

+++ 10.07 Uhr: Antonio Tajani betont die Wichtigkeit einer grünen Automobilindustrie als Teil einer dritten industriellen Revolution. Ohne Zusammenhalt der Europäer könne man gegen China und Korea nicht gewinnen. Gegen die Quantität der Asiaten müsse Europa Qualität setzen – und das bedeutet deutlich mehr Investitionen in Forschung als noch vor wenigen Jahren. +++

+++ 9.58 Uhr: Antonio Tajani, Kommissar für Unternehmen und Industrie und Vizepräsident der EU-Kommission, kündigt 1,5 Milliarden Euro EU-Förderung für grüne Mobilität an, um die europäische Automobilindustrie zu stärken. +++

+++ 9.37 Uhr: Dr. Karl Obermair: „Die Endlichkeit der Ölvorkommen und die globalen Klimaziele verlangen nach einem radikalen Wechsel bei den Antriebssystemen unserer Kraftfahrzeuge.“ +++

+++ 9.30 Uhr: Dr. Karl Obermair, Vorsitzender der ADAC Geschäftsführung, begrüßt die rund 250 Gäste und Teilnehmer. +++

4 Antworten zu “Live-Ticker: Elektromobilitäts-Gipfel in Berlin

  1. Pingback: Gibt es neues über S90/V90? Seite 58 : Und wofür sind nun die ZWEI münzeinwürfe?

  2. Wenn man nicht nur die persönlichen, d.h. betriebswirtschaftlichen, Kosten messen möchte, sondern die wahren Kosten eines Kilometer Autofahrts berechnen möchte, so muss man auch den externen Effekten wie Umweltverschmutzung, Lärm, etc. einen Preis geben. So geht heutzutage ein großer Teil der Unfall- und Umweltkosten (Lärm, Luftschadstoffe), aber auch ungedeckte Infrastrukturkosten (Bau und Unterhalt der Verkehrsanlagen) zu Lasten der Allgemeinheit. Diese von den Verursachern nicht selber bezahlten Kosten bezeichnet man als externe Kosten des Verkehrs. Diese von der Allgemeinheit getragenen Kosten sind im Preis für Mobilitätsleistungen, den der einzelne Verkehrsteilnehmer zu entrichten hat, nicht inbegriffen und werden deshalb bei der individuellen Verkehrsentscheidung auch nicht beachtet. Laut einer Studie des Bundesumweltamtes aus dem Jahre 2010 könnte eine PKW-Maut, die bei etwa 3-4 Euro pro 100 km liegt, die Kosten kompensieren. Auf einen Kilometer gerechnet, ergäben sich somit zusätzliche Kosten in Höhe von 0,035€ (Mittelwert).

    • Also eigentlich sollten KFZ-Steuer, KFZ-Versicherungssteuer und Mineralöl-Steuer vollkommen ausreichen um unsere Straßen allesamt zu vergolden. Dass das Geld im Bundeshaushalt anderswo versumpft, sollte nicht das Problem von den Autofahrern sein. Natürlich kann man jetzt streiten ob 80-100€ jährlicher Mehrbetrag bei realten Autokosten von mehreren 1000€ ins Gewicht fällt. Aber es geht hier ums Prinzip. Hier noch ne Steuer und da noch ne Abgabe… sind ja nurn paar Euro.

      Ich bin gegen eine PKW-Maut, da es sich dabei um eine „Flatrate“ handelt die keinerlei Lenkungswirkung hat. Die Wenigfahrer sind mal wieder die Dummen. Wenn mehr Geld fließen soll, dann einfach die Mineralölsteuer erhöhen. Wer viel fährt, zahlt viel. Und es gibt keinen zusätzlichen Mehraufwand wie die Verwaltungskosten bei der Maut.
      Und weil wir gerade dabei sind: Warum nicht eine Maut für 3,5 – 12 Tonner (LKW) einführen? Halbe Gebühr wie bei den Großen? Wäre auch mal ne Idee (und wurde m.W. sogar schon diskutiert).

      Die Straßenabnutzung durch die (relativ) leichten PKWs ist minimal. Die LKWs sind es, die die Straßen innerhalb kürzester Zeit kaputtmachen. Oder waurm glaubt ihr, dass die Straßenschäden auf Autobahnen immer stark rechtslastig sind? Sicher nicht, weil links schneller gefahren wird…

  3. Pingback: electrive.net » Bomba, Ford, Siemens, VDE, Leeds, Braking-Sunstar.

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