Formel E in Berlin: Sieg für Buemi, Abt wird Zweiter


Im Vorfeld des Formel-E-Rennens in Berlin war lange unklar, ob die Veranstaltung auch 2016 in der Bundeshauptstadt stattfinden kann. Schließlich feuerten etwa 18.000 Fans entlang der Strecke die Piloten an – und pushten den Deutschen Daniel Abt auf den zweiten Platz. Doch kurz vor Schluss gab es eine Panne beim deutschen Rennteam.

Sieger des Formel-E-Rennens in Berlin wurde der Schweizer Sebastian Buemi.

Sieg für Sebastian Buemi: Am vergangenen Samstag gewann der Schweizer die Deutschland-Ausgabe der Formel E. Damit feierte er schon seinen dritten Saisonsieg. Der Lauf ging über insgesamt 48 Runden.

Bester Deutscher im Startfeld wurde Daniel Abt. Der Sohn von DTM-Teamchef Hans-Jürgen Abt feierte den zweiten Platz. Er konnte damit sein bisher bestes Resultat in der Elektro-Rennserie einfahren. Die übrigen deutschen Starter, Ex-Formel-1-Pilot Nick Heidfeld und René Rast, kamen im insgesamt 18-köpfigen Teilnehmerfeld auf die Ränge sieben und 17.

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Rennpiste Karl-Marx-Allee: 180-Grad-Kehre am Alexanderplatz, den Strausberger Platz entlang, dann nach rechts in die Lichtenberger Straße und schließlich zur Neuen Weberstraße.

 

Dennoch gab es einen kleinen Schönheitsfehler im ansonsten für Abt erfreulichen Rennverlauf: In der vorletzten Runde missachtete Abt einen Funkspruch mit der Anweisung, seinen Teamkollegen Lucas Grassi vorbeizulassen. Der Brasilianer Grassi wurde so nur Dritter und hat in der Gesamtwertung vor den letzten beiden Rennen Anfang Juli in London lediglich einen Punkt Vorsprung auf Buemi.

Berlin ist nicht zum ersten Mal Austragungsort der Rennserie: Bereits im Mai 2015 starteten die Elektro-Boliden in der deutschen Hauptstadt. Im Vorfeld der aktuellen Veranstaltung allerdings gab es langwierige Diskussionen um die Streckenführung. Denn die war eine andere als noch im Vorjahr.

2015 rasten die E-Renner über den ehemaligen Flughafen Tempelhof. Doch das Areal stand nicht mehr zur Verfügung, da sich dort nun Unterkünfte für Flüchtlinge befinden. 2016 fuhren die Teilnehmer auf einer Länge von etwas mehr als zwei Kilometern um den Strausberger Platz und über die Karl-Marx-Allee zum Alexanderplatz. Damit fand zum ersten Mal eine Motorsport-Großveranstaltung auf einer großen Verkehrsader im Osten der Stadt statt.

Formel E: Auch 2017 in Berlin?

Kritik an der Streckenführung 2016 kam größtenteils von Anwohnern und den betroffenen Bezirken Mitte und Friedrichshain. Und auch aktuell herrschen Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Bundeshauptstadt: Der Berliner Senat will dem Veranstalter FIA die Gebühren für die Straßennutzung erlassen. Die Bezirke Mitte und Friedrichshain hingegen wollen die FIA zur Kasse bitten.

Berlin wird vermutlich auch 2017 wieder Austragungsort der Formel E sein. „Nach heutigem Stand wird es auch im kommenden Jahr ein Formel-E-Rennen in Berlin geben“,  sagte Horst Seidel, Leiter Motorsport beim veranstaltenden ADAC Berlin-Brandenburg.

Den zweitplatzierten Daniel Abt würde das freuen: „Die Strecke am Flughafen Tempelhof war vielleicht technisch etwas anspruchsvoller, aber dieser Kurs führte mitten durch die Stadt, nah am Publikum vorbei. Das entspricht viel eher dem Konzept der Rennserie. Und beim Heimrennen dann auch noch auf dem Podest gefeiert zu werden, war das Nonplusultra“, sagte der gebürtige Kemptener der „Auto Bild“.

Eine Antwort zu “Formel E in Berlin: Sieg für Buemi, Abt wird Zweiter

  1. Formel E könnte viel dazu beitragen das sich Menschen auch für Elektroautos interessieren.

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