Norweger lieben das Model S


Tesla auf Erfolgskurs im hohen Norden: Der US-amerikanische Autobauer hat in Norwegen von Anfang August bis Mitte September 322 Modelle des Model S verkauft. Damit ist der teure Stromer laut AID (Auto Industrie Data) das meistverkaufte Auto des Landes.

Teslas Model S kann vor allem mit seiner Reichweite von über 400 Kilometern punkten.

Teslas Model S kann vor allem mit seiner Reichweite von über 400 Kilometern punkten.

Mit diesem Erfolg hat Tesla im skandinavischen Königreich sogar den VW Golf vom Thron gestoßen; die deutsche Konkurrenz kann im gleichen Zeitraum nur 256 Neuzulassungen vorweisen.

Doch warum sind Elektroautos, in diesem Fall das Model S von Tesla, in Norwegen so erfolgreich? Zunächst einmal muss man wissen, dass hier Elektroautos und Verbrenner in etwa gleich teuer sind. 2009 beschloss die norwegische Regierung, Fahrzeuge mit elektrischem Antrieb von der Mehrwertsteuer in Höhe von 25 Prozent zu befreien, zudem müssen die Halter keine Zulassungs-, Import- und Zollabgaben leisten.

Das ist noch nicht alles. Fahrer von Elektroautos dürfen die Busspuren befahren, können überall kostenlos parken und die Akkus an den rund 4000 öffentlichen Stationen aufladen. Außerdem entfallen die Mautgebühren, die für viele norwegische Brücken, Tunnels und Innenstädte erhoben werden.

Ein weiterer Punkt ist die Umwelt. In Oslo ist die Benutzung eines E-Fahrzeugs tatsächlich umweltfreundlich, denn 99 Prozent des norwegischen Stroms werden aus Wasserkraft erzeugt. In Deutschland sind Elektroautos längst nicht so sauber unterwegs, da ein großer Anteil des Stroms aus Kohlekraftwerken stammt.

5 Antworten zu “Norweger lieben das Model S

  1. Reblogged this on transsurfer and commented:
    Steht auf meinem Wunschzettel, ich hoffe, er passt durch den Schornstein….

  2. Welcher Hersteller möchte nicht das meistverkaufte Auto des Landes haben. Gratulation an Tesla. Weiter so.
    Deutschland muss sich leider aus Rücksicht auf in die Jahre gekommene Automobil-Industrie sowohl aus Käufersicht als auch aus Regierungssicht noch zurückhalten mit der Elektromobilität.

  3. Man sollte die Zahlen nicht überbewerten. Die hohen Stückzahlen liegen an der Abarbeitung der Vorbestellungen. Das wird sich bald wieder legen. Denn auch in Norwegen ist ohne Steuern und Abgaben ein Model S immer noch sehr teuer. Viel interessanter (für mich) sind da die Zulassungszahlen in Deutschland zum Ende des Jahres. Auch hier gibt es einige Vorbestellungen.

  4. Es wäre sicher auch in Deutschland vonnöten, dass die Regierung Vergünstigungen (keine Kaufpreissubventionen!) für Nutzer von E-Fahrzeugen wesentlicher umfangreicher einführt.
    Nur das Erlassen der Kfz-Steuer, die sich ohnehin nicht nach den Massstäben der „Verbrenner“ bemessen lässt, tut es leider nicht.
    Da müssen noch ein paar mehr (auch nicht monetäre) Dinge passieren.

  5. Beim letzten Satz fehlt das „leider NOCH“!

    Und wieder mal ist uns Norwegen um Jahrzehnte voraus… ;-(

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