Mercedes mit Tesla-Herz geht in Serie


Stolze Mercedes-Mitarbeiter in Rastatt: Die erste elektrische B-Klasse rollt vom Produktionsband.

Stolze Mercedes-Mitarbeiter in Rastatt: Die erste elektrische B-Klasse rollt vom Produktionsband.

Mindestens 10.000 Stück sollen insgesamt vom Band rollen: Ab sofort bauen Mercedes-Mitarbeiter in Rastatt die elektrische B-Klasse mit Tesla-Herz. Doch in Deutschland wird sie 2014 noch nicht zu haben sein. Der Verkauf beginnt zunächst in den USA.

Die Produktion des Elektroautos im Werk Rastatt ist gleichzeitig ein Probelauf. Denn zum ersten Mal entstehen dort neben Autos mit herkömmlichen Benzin-und Dieselmotoren auch Fahrzeuge mit reinem E-Antrieb.

Bei der zweiten Generation der B-Klasse (ab 2011) hatte Mercedes-Benz den Elektroantrieb von vornherein mit einkalkuliert. Der Fahrzeugunterboden wurde so konzipiert, dass dort Lithium-Ionen-Batterien eingebaut werden können. Der deutlich niedrigere Schwerpunkt, der so entsteht, sorgt für bessere Fahreigenschaften, vor allem in Kurven. Zudem wird so im Fahrzeuginnenraum Platz gespart.

Der Antrieb der B-Klasse stammt vom kalifornischen E-Auto-Spezialisten Tesla Motors. Mercedes-Benz ist an Tesla beteiligt und kooperiert mit dem US-amerikanischen Hersteller. Ab Mitte 2014 können sich zunächst US-amerikanische Käufer auf die elektrische B-Klasse freuen. Der Verkaufsstart in Deutschland ist für 2015 angekündigt.

Mercedes verspricht für die B-Klasse ED etwa 200 Kilometer Reichweite. Der Frontantrieb wird mit kräftigen 132 kW (182 PS) Leistung und einem Drehmoment von 340 Nm versorgt. Die elektrische B-Klasse schafft laut Hersteller den Spurt von 0 auf 100 km/h in acht Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 160 km/h.

An jeder Haushalts-Steckdose ist die B-Klasse ED aufladbar. Schließt man sie an 400V-Strom, ist die Batterie in anderthalb Stunden zu etwa 50 Prozent geladen (genug für etwa 100 Kilometer Reichweite).

8 Antworten zu “Mercedes mit Tesla-Herz geht in Serie

  1. Für ein Elektroauto hat der aber einen große Kühler. Wie viel Aufwand wurde in die Verbesserung des Luftwiderstandes gesteckt? 0,2 €?
    Für ein Stadtauto ist die Leistung zu hoch.

  2. Da muss ich dem bratenbengel voll und ganz zustimmen. Neue Akkus und Radnabenmotoren brauch ein E-Auto der neuesten Technologie. Entwickeln müssen wir aber den Wasserstoffantrieb: Erzeugung in südlichen EU-Ländern, wo die Solarenergieausbeute viel effizienter ist und Arbeitsplätze benötigt werden, (Transport wie beim Öl mit Schiffen und Piplines), schnelles betanken der Autos und große Reichweiten. Das ist die Zukunft!!

  3. Das erste was mir aufgefallen ist: Der scheint, wie beim Smart ED, keine innovative Neugestaltung erlebt zu haben. Ich fürchte, dass er auch im Gewicht nicht abgespeckt hat und einfach nur aus der „normalen“ Baureihe abgezweigt wurde. Und was ist eigentlich mit „Antriebstechnik von Tesla“ wirklich gemeint?
    Nur der Motor oder auch der AKKU. Mittlerweile ist bekannt, dass die Akku’s von Tesla, auf der Basis von 18650 Paketen, schon lange nicht mehr den aktuellsten Stand der Akku- Technologie darstellen. Hier liegt der Akku vom BMWi3 schon in der Lebensdauer um Lichtjahre vorne. Vielleicht ist es doch ganz gut, wenn wir in D das Auto nicht bekommen, wenn man nach 5- 7 Jahren den Tesla- Akku für ca. 20.000 €uronen neu kaufen muss. Achsantrieb ist bei einer Reichweite von max. 200 km auch nicht prickelnd. Schon beim Smart ED hat man unnötiger Weise auf Radnabenmotoren verzichtet, obwohl es eigentlich nur als Kurzstreckenfahrzeug etwas taugt. Hier ist die Entwicklung ebenfalls sehr schnell voran geschritten. Ich stelle immer wieder fest, dass Laien viel weiter in der Verwendung neuester Technologien sind als Großkonzerne, die entweder alles oder nichts wichtiges neu entwickeln wollen. Was bleibt als Fazit? Auch der Mercedes B- ED ist kein großer Wurf, sondern nur ein weiterer Fall vor die eigenen Füße der Unfähigkeit bei großen Konzernen.

    • Beim Fazit bin ich zwar dabei, aber ich finde es immer wieder interessant, warum auf den Akkus rumgeritten wird. Zum einen stimmen die Preise ja garnicht mehr. Für die 18650-Akkus zahlt Tesla im Einkauf nicht mal mehr 150€ je kWh. Die Zellen aus dem i3 dagegen dürften etwa doppelt so teuer sein.
      Billige Akkus wollen doch alle. Zudem haben die Panasonic-Zellen eine deutlich höhere Energiedichte. Die Lebensdauer geht auch voll i.O.
      Was habe ich von einem Akku der 20 Jahre hält, aber mich nur 100km weit bringt? Ganz ehrlich, ich würde ohne zu überlegen die höhere Reichweite (bei niedrigerem Preis wohlgemerkt!!) wählen.
      Und bevor ich mir dann nach 5-7 Jahren ein komplett neues Fahrzeug kaufe (ist bei Verbrennern ja auch nicht unüblich), tausche ich für einen verhältnismäßig günstigen Preis (unter 10.000 €) nur den Akku und bekomme dafür mehr Reichweite und damit einen echten Mehrwert.
      Aber die deutschen Premiumhersteller denken nur in maximal einer Modellgeneration (4-5 Jahre). Ist aber auch schwierig bei über 80% Firmenkunden die sich alle 3-4 Jahre eine neue Karre kaufen weil die alte abgeschrieben ist…

  4. So weit ist es schon. Mercedes baut ein cooles Auto und die Deutschen können es nicht kaufen. War Mercedes nicht mal eine deutsche Firma?

  5. Wie peinlich ist das denn? Mercédès von Weigl, österreichisch-ungarische Herkunft , Benz und Daimler deutsche Namen und dann soll ein gutes E-Auto zuerst in den USA auf den Markt kommen. Einfach nur peinlich. Na dann werde ich wohl doch den VW-e-up oder BMW I3 kaufen.

  6. Gibt es schon weitere technische Daten über dieses Modell. Leergewicht, Verbrauch in kWh/100km usw. ? Das Drehmoment ist auf jeden Fall mal nicht schlecht…

    • Ich habe nach längerer Recherche auch nichts gefunden. Die Daten aus Wikipedia sind scheinbar veraltet. Dort findet man noch den 100kW-Motor. Nicht mal auf MB-USA findet man technische Informationen, auch keinen Preis. Nur die Ankündigung.
      Daimler hat also genau so viel Interesse die Autos zu verkaufen wie alle anderen. Nur so viel wie unbedingt nötig. Sehr schwach…

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