Neue Elektro-Rennserie kommt 2017


GT bald auch auf E: Nachdem sich die Formel E etabliert hat, soll nun auch eine zweite Rennserie für Elektroautos zeigen, wie viel Spaß Motorsport mit Strom machen kann. Im Jahr 2017 soll erstmals die Electric GT World Series starten. Nun gibt es die ersten Details zum GT-Cup. Zum Start ist ein alter Bekannter dabei.

Unter diesem Tuch verbirgt sich eines der Fahrzeuge, das im kommenden Jahr den elektrischen GT-Motorsport aufmischen soll.

Technik von Tesla und sieben Rennen in Europa, Amerika und Asien: So will 2017 die erste elektrische GT-Rennserie an den Start gehen. Das Model S von Tesla soll das Basisfahrzeug des Wettbewerbs werden. Die seriennahen Fahrzeuge sollen auch kleine Teams an den Elektro-Motorsport heranführen. Damit wollen die Veranstalter ein Gegengewicht zur Formel E schaffen – und geben sich schon jetzt offen für die nächsten Entwicklungsschritte der elektrischen GT-Serie.

Formel-Rennsport transportiert das, was aktuell in einem bestimmten Segment möglich ist. GT-Serien sind da deutlich näher an Fahrzeugen, die theoretisch auch auf der Straße unterwegs sein könnten. Deshalb ist es ein logischer und erfrischender Schritt, dass auch der Elektro-Rennsport im Automobilbereich eine GT-Rennserie bekommen wird.

„Beim E-Grand-Prix in Monaco vergangenes Jahr haben wir uns entschieden, einen Schritt weiter zu gehen und wir haben ernsthaft begonnen, über die Möglichkeiten einer neuen emissionslosen Motorsport-Sparte nachzudenken“, sagte Initiator Mark Gemmell dem Fachmagazin „electricautosport.com“. Zusammen mit dem Ingenieur Agustín Payá hat Gemmell die Serie nun ins Leben gerufen.

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2015 gastierte die Formel E auch in Berlin.

Mit der bereits bekannten E-Rennserie teilt sich die kommenden GT-Veranstaltung den Aufbau: Zehn Teams mit bis zu 20 Fahrern werden gegeneinander antreten. Starten soll der Wettbewerb in Europa. Geplant sind dort Rennen auf renommierten Kursen wie Donnington in Großbritannien, Mugello in Italien oder dem deutschen Nürburgring. Danach stehen Termine in Nordamerika und Asien auf dem Plan.

Tesla Model S als Basisfahrzeug

Die Fahrer starten bei den Rennen mit Autos der Marke Tesla. Die Veranstalter haben sich für das Model S als Basiswagen entschieden. Laut Angaben von Agustín Payá sollen die Veränderungen gegenüber dem Serienfahrzeug gering sein. Die Bremsanlage sei besser, zudem das Fahrwerk, die Kühlung leistungsfähiger und die Aerodynamik ausgefeilter, so der Ex-Rennfahrer gegenüber dem Portal „Motorsport.com“. Antrieb, Batterie und Software seien unverändert.

„Schon serienmäßig beschleunigt der Tesla besser als viele GT-Wagen mit Verbrennungsmotor. Wir haben das Model S gewählt, weil es einfach eines der besten Autos überhaupt ist und definitv eines der besten rein elektrischen Wagen. Wir sind überzeugt, dass sein beeindruckendes Renn-Potenzial helfen kann, viele Leute für nachhaltige Fortbewegung inspirieren zu können“, so Payá.

Electric GT World Series soll 2017 starten

Dennoch ermutigt er andere Hersteller, ihre Fahrzeuge nach und nach ins Rennen zu schicken und schon von der zweiten Saison an die Rennserie zu einem Cup mit mehr als einer Marke werden zu lassen. Aktuell ist es aber schwierig, an den Teslas vorbeizukommen, die schon im Serientrimm 416 PS Leistung und mehr als 600 Nm Drehmoment bereitstellen.

Die neue GT-Serie soll sich an technikbegeisterte Fans wenden. An den jeweiligen Rennwochenenden sollen laut übereinstimmenden Medienberichten zahlreiche Veranstaltungen zu den Themen Technik und Nachhaltigkeit das Programm abrunden. Die Initiatoren versprechen vor allem ein bisher unvergleichbares Multimedia-Erlebnis für die Fans – ohne dabei konkrete Features zu nennen.

4 Antworten zu “Neue Elektro-Rennserie kommt 2017

  1. Das ist ein bisl unüberlegt und riskant – so wird der irre Strombedarf der Teslas offensichtlich und lange halten werden die Teslas unverändert auch nicht….Eine Serie mit Kondensatoren, Schnellladen und robusten Elektrobus-Antrieben wäre zielführender.

    • Die Entwicklung dazu wird doch gerade durch diese Rennserie angestossen… und ab 2018 hoffentlich auch mit verschiedenen Herstellern, nicht nur Tesla.

    • Wie lange halten denn sonstige Rennautos? Werden wohl sowieso nur für ein, zwei Rennen genutzt, dann sind die Schäden an Karosse, Getriebe, Motor zu groß, bzw. wird ständig daran gebastelt und getauscht.

      Genau hier machen ja Rennen noch Sinn, um Schwachstellen zu erkennen, Extremsituationen zu testen und zu verbessern. In der Formel 1 macht nichts mehr Sinn, da ist alles ausgereizt und wird nur unnötig die Luft verpestet.

      Wie so soll ein hoher Strombedarf jetzt schlimm sein und ein Verbrauch von 75 Litern Sprit auf 100 km bei Formel-1-Autos nicht?

  2. Bravo, Tesla! Bravo, Elon Musk! Einfach fantastisch!

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