Neue Software: Tesla schaltet auf Autopilot


Ein verbessertes Navigationssystem soll Tesla-Kunden die Angst vor leeren Akkus nehmen. Zudem arbeiten die Amerikaner weiter am autonomen Fahren – und sehen sich selbst vor entscheidenden Fortschritten.

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Soll bald automatisiert über die US-Highways fahren: Das Model S von Tesla.

Die derzeitige Strategie von Tesla lässt sich so zusammenfassen: Aktuelle Kunden bei der Stange halten und neue Kunden hinzugewinnen. Helfen sollen dabei Software-Updates für den Oberklasse-Wagen Model S. Der Bestseller von Tesla war 2013 die mit Abstand meistverkaufte Luxuslimousine auf dem US-Markt.

Gegen Reichweiten-Ängste

Wie Firmenchef Elon Musk bei einer Web-Konferenz mitteilte, steht eine neue Software (Version 6.2) zum Download bereit. Diese soll noch ausführlichere Informationen über Reichweiten und Lademöglichkeiten liefern und so ein Liegenbleiben wegen leerer Batterie ausschließen.

Konkret soll der Fahrer gewarnt werden, wenn er sich zu weit von der nächsten Ladestation entfernt. Außerdem wird online überprüft, welche Stromtankstellen überlastet sind, um lange Wartezeiten zu vermeiden.

Aktualisierungen ohne Werkstatt

Damit will Tesla künftigen Kunden die mögliche Angst vor zu geringer Reichweite des Elektroautos nehmen. Wie bei Mobiltelefonen werden Software-Updates bei Tesla automatisch eingespielt und erfordern keinen Werkstattbesuch.

Laut Hersteller soll der bestmotorisierte P85D mit vollen Akkus rund 480 Kilometer weit kommen, während die schwächer motorisierten Modelle 85D und 85 jeweils etwa 502 Kilometer fahren. Das Laden an den Supercharger genannten Schnellladestationen, die auch in Deutschland aufgestellt wurden, ist für Tesla-Kunden kostenlos.

Spurwechsel und Valet Mode

Auch, was das autonome Fahren anbelangt, will Tesla technischer Vorreiter sein und präsentierte einen neuen Autopiloten. Herzstück ist ein Kamerasystem, das Verkehrszeichen und Tempolimits erkennt. Die Fahrzeugelektronik ist damit in der Lage, das Tempo eigenständig anzupassen. Betätigt man den Blinker, soll das Auto von alleine einen Spurwechsel einleiten können – natürlich nur, wenn sich dort kein anderes Fahrzeug aufhält.

Noch gibt es allerdings rechtliche Hindernisse in den USA, die die vorgestellten Funktionen bisher nur auf Privatgelände erlauben. Geht es nach Firmengründer Elon Musk, sollen die Tesla-Modelle dennoch innerhalb weniger Monate mit Autopiloten über US-Highways fahren.

Ein weiterer Teil des Software-Updates ist der sogenannte „Valet Mode“. In diesem Modus kann das Auto nicht über einer bestimmten Geschwindigkeit gefahren werden. Zudem bleiben Handschuhfach und Kofferraum verschlossen, persönliche Daten werden nicht auf dem Display der Mittelkonsole angezeigt. Das ist zum Beispiel sinnvoll, wenn das Auto verliehen oder z.B. von Hotelpersonal im Parkhaus untergestellt wird. So soll die Privatsphäre des Besitzers gewahrt werden.

Eine Antwort zu “Neue Software: Tesla schaltet auf Autopilot

  1. Das schöne am Tesla sind mitunter auch die Updates. Da bekommt man auch Jahre später noch neue Funktionen (oftmals kostenlos) ins Auto geliefert. Bei welchem anderen Hersteller gibt es das schon?

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