VW präsentiert neues E-Auto „Budd-e“


Die Verwandtschaft ist unverkennbar: VW möchte mit dem elektrischen Nachfolger des legendären Bulli in die Zukunft durchstarten. Der kriselnde Autoriese aus Wolfsburg stellte auf der Messe Consumer Electronics Show (CES, 6. bis 9. Januar 2016) in Las Vegas den futuristischen Minivan Budd-e vor. 

Der VW Budd-E ist ein unerwartet modernes Fahrzeugkonzept. Wann es Serienreife erreicht, ist unklar.

Der VW Budd-e hat ein unerwartet modernes Fahrzeugkonzept. Wann er serienreif sein wird, ist unklar.

VW-Markenchef Herbert Diess präsentierte das neueste Elektroauto von Volkswagen auf der CES, wo seit Jahren die internationale Automobilbranche ihre neuesten Technologien vorstellt. Dass beim Budd-e äußerlich eine starke Verwandschaft mit der VW-Minivan-Legende T1 aus den 50er-Jahren besteht, ist unverkennbar. Doch innen ist der Prototyp eher ein Smartphone auf Rädern, für vier Passagiere, gespickt mit Touchscreens, Gestensteuerung, Assistenzsystemen – und mit einer beeindruckenden Reichweite. 

Ein eigens entwickelter Allrad-Elektroantrieb und eine satte Batteriekapazität von über 90 kWh sollen für eine pausenlose Fahrt bis zu 533 Kilometern sorgen. Bereits nach 30 Minuten sei die Batterie zu über 80 Prozent aufgeladen – ein vertretbarer Tankstopp also, vorausgesetzt, die Ladeinfrastruktur hat sich bis dahin maßgeblich verbessert, vor allem mit Schnellladesäulen. Falls der Reichweitenwert real ist, wäre der Budd-e eines der wenigen E-Autos, das in diesem Punkt mit Elon Musks Elektroauto Tesla konkurrieren kann.

Der Budd-e ist gleichzeitig ein fahrendes Multimediazentrum. So soll es möglich sein, per Internet zu Hause den Kühlschrank zu bedienen, die Heizung wärmer und kälter zu stellen, Gäste in die Wohnung zu lassen oder zu sehen, wer an der Tür klingelt. Wann der Budd-e mit all den Eigenschaften serienreif sein wird, ist unklar. Diess sprach von einer marktreifen Version gegen Ende des Jahrzehnts.

Der Markenchef versprach in seiner Rede auch, dass der Budd-e ein erschwingliches Fahrzeug sein soll. Wie hoch der Verkaufspreis genau sein wird, blieb trotzdem unklar. Die Präsentation des Budd-e ist ein Indikator dafür, dass der Autokonzern bereit ist, sich zu verändern und – nach überstandenem Abgasskandal – stärker auf die Entwicklung von Elektromobilität setzt.

Noch ist die elektrische Zukunft von VW ein Wunschgedanke. Derzeit stehen dem Unternehmen vor allem in den USA Gerichtsverfahren bevor, die zu milliardenschweren Schadenersatz- und Strafzahlungen führen könnten.

Die vorläufigen Daten des Prototyps Budd-e (ohne Gewähr): 

  • Leistung, E-Motor Vorderachse: 100kW/136 PS
  • Drehmoment: 200 Nm
  • Leistung, E-Motor Hinterachse: 125 kW/170 PS
  • Drehmoment: 290 Nm
  • Systemleistung: 235 kW/317 PS
  • Batteriekapazität: 92,4 kWh
  • Reichweite: 533 km
  • Länge/Breit/Höhe: 4,60/1,84/1,94 m
  • Radstand 3,15 m
  • Wendekreis: 11,5 m
  • Beschleunigung: 0-100 km/h etwa 7 Sekunden

4 Antworten zu “VW präsentiert neues E-Auto „Budd-e“

  1. Dieser Budd wird doch immer aus der Schublade gezogen wenn man etwas zeigen möchte. Aber leider ist er nicht käuflich zu erwerben. Und das wird meines Erachtens auch so bleiben.

  2. Falsche Überschrift!
    Sollte wohl heissen: „Hypothesen“.
    Oder: „Eine der Tausenden überflüssigen „VW-Studien““…
    Aber die technischen Details sind ja schon klar…
    Schon klar!

    ADAC sollte solche Meldungen in den Bereich Science Fiction verschieben. Obwohl…: von den Ideeen von Leonardo Da Vinci (zur Erklärung: DER Vorreiter von Science Fiction…) wurden wohl wesentlich mehr in die Realität umgesetzt als von VW.
    Vor über 100 Jahren waren Elektrofahrzeuge weiter als heute… „DANKE“ an VW!

    Mal schaun, wann VW und Konsorten in der REALITÄT angekommen sind!
    NOCH aber leider definitiv NICHT!

  3. es wird im beitrag mehrfach erwähnt: „Wann er serienreif sein wird, ist unklar.“ wie immer bei vw und audi: vorsprung durch marketing.

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